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Netlabels, Netaudio & Creative Commons Musik
Titelbild Die Definition »Netlabel«

Die Definition »Netlabel«

Was ist eigentlich ein Netlabel?

Netlabels sind virtuelle Musiklabels. Netlabels vertreiben Musik in Form von digitalen Dateiformaten - in der Regel als MP3, Ogg Vorbis oder FLAC. Wie bei herkömmlichen Musiklabels promotet, betreut und organisiert ein Netlabel seine Bands, Musiker und Produzenten.

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Netlabels sind virtuelle Musiklabels. Netlabels vertreiben Musik in Form von digitalen Dateiformaten – in der Regel als MP3, Ogg Vorbis oder FLAC. Wie bei herkömmlichen Musiklabels promotet, betreut und organisiert ein Netlabel seine Bands, Musiker und Produzenten. Der große Unterschied zum alten Label-Model besteht darin, dass Netlabels vollkommen auf physische Datenträger wie CD und Schallplatte verzichten. Ausnahmen bilden Mischmodelle, die die haptische mit der virtuellen Welt verknüpfen.

Als Synonyme für den Begriff Netlabel tauchen in der Regel Begriffe wie Online-Label, MP3-Label, Web-Label, Netaudio-Label, Netzlabel oder Digital Label auf.

In der Regel vertreiben Netlabels die eigene Musik frei unter Verwendung einer Creative Commons-Lizenz. Das bedeutet Netlabels bieten dem Besucher kostenlose Musik-Downloads an und erlauben dem Zuhörer die Weitergabe der Musik. Das Ziel dieser Maßnahme ist die maximale Verbreitung der eigenen Musikproduktionen im Sinne einer Aufmerksamkeitsökonomie. Im Gegensatz zu diesen freien Netlabels gibt es aber auch kommerzielle Netlabel, die die eigenen Musikproduktionen über MP3-Shops wie iTunes, Beatport, Finetunes und ähnliche Shop-Systeme verkaufen. Diese kommerziellen Netlabels sind die Zukunft der alten Musiklabels, da die Konsumenten zunehmend virtuelle Dateiformate bevorzugen.

Um dem Downloader mehr Rechtssicherheit zu geben, greifen Netlabels oft auf eine der verschiedenen Lizenzen des Creative Commons-Projektes zurück. Das Projekt bietet verschiedene Standardlizenzverträge an, die zur Verbreitung kreativer Inhalte genutzt werden können. Das Creative Commons-Projekt agiert dabei selbst weder als Verwerter noch als Verleger dieser Inhalte, sondern liefert nur juristisch ausgereifte Lizenzen. Mehr zu den Creative Commons-Lizenzen erfährt man unter http://de.creativecommons.org.

Mehr Hintergründe über Netlabels, findet man in unserem Artikel “Die Geschichte der Netlabels”, der einen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Netlabels gibt.

Über den Autor

Moritz »mo.« Sauer Dieser Artikel wurde am von geschrieben. Moritz »mo.« Sauer ist Journalist, Dozent, Coach und Webdesigner. Als Internetexperte schreibt der Kölner Buchautor nicht nur Bücher für O'Reilly, sondern berät und coacht Unternehmen im Bereich Online-Publishing und Social Media.

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