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Titelbild Interview // Netlabel // Musicartistry

Interview // Netlabel // Musicartistry

Musicartistry: Musikvielfalt auf schwarzem Grund

Mit seinem Netlabel Musicartistry gehört Michael Renk zu den Pionieren der Netlabel-Szene in Deutschland. Gegründet im Jahre 2002 schreitet das Netlabel kontinuierlich seinem zehnjährigen Bestehen entgegen.

Schlagworte: netlabel, musicartistry, interview, portrait

Das zeigt auch die Website, die im kontinuierlichen Wandel inbegriffen ist (siehe Screenshots). Stolz ist man bei Musicartistry zurecht auf die kooperative Arbeit zwischen Designern, Musikern und Fotografen, aber auch dass man sich all die Jahre nicht verbogen hat und nach wie vor der Mission freie Musik zu verteilen treu geblieben ist.

“Dadurch das Musicartistry so langsam auf sein 10-jähriges Jubiläum zusteuert, fühlen wir uns schon ein bisschen wie einer der Pioniere in der Netlabel-Szene.”

Wie kam es dazu, das Netlabel zu gründen?

Vor der Gründung 2002 stand mehr das Interesse an einer eigenen Webseite und das Erlernen, der damit verbundenen Programmierkenntnisse im Vordergrund. Natürlich sollte die Page auch ein sinnvolles Topic erhalten. Da ich selber produziert habe und durch verschiedene Communities bereits weltweit Kontakte zu anderen Künstlern hatte, lag es nahe deren und die eigenen Tracks auf der Website zum Download anzubieten.

Wer steckt hinter dem Label?

Während ich zur Anfangszeit das Label alleine betrieben habe, wuchs mit den Aufgaben und Vorstellungen auch der Wunsch nach mehr Unterstützung.

Die Programmier- und Designarbeiten übernehme ich bis heute weiterhin selbst. Sämtliche Texte und Inhalte auf der Webseite werden seit vielen Jahren von Julian van den Boom ins Englische übersetzt. Julian ist Dipl. Übersetzer und ausserdem mit den musikalischen Projekten „Peripherique“, „Phour Trakk“ und „Zengineers“ auf Musicartistry vertreten.

Später wurden wir unterstützt von Basti („Stig Inge“). Er übernahm diverse Cover-Arbeiten und hatte Zugang zu allen eingehenden Demos. Heute ist er allerdings nicht mehr dabei, da er sich komplett aus der Netlabel-Szene ausgeklinkt hat.

Dann wäre da noch Matthias Goller aus München, welcher freundlicherweise seine Fotografien für einige unserer Cover zur Verfügung stellt. Ich habe übrigens noch keinen von ihnen persönlich treffen dürfen. Der Kontakt findet ausschließlich über Telefonate und Mails statt.

Wie beschreibt Ihr Euren Sound?

“Electronic Diversity” – Elektronische Vielfalt ist unser jahrelanger Slogan und somit Programm. Ich wollte mich nie mit den MA-Releases auf einen Sound festlegen. Wichtig ist die Qualität der Produktionen und natürlich auch die persönliche Empfindung beim Anhören der Demos. Der Style ist dann Nebensache, solange er sich im Rahmen der elektronischen Musik befindet.

Wodurch hebt sich Euer Netlabel von der Konkurrenz ab?

Interview // Netlabel // MusicartistryDadurch das Musicartistry so langsam auf sein 10-jähriges Jubiläum zusteuert, fühlen wir uns schon ein bisschen wie einer der Pioniere in der Netlabel-Szene. Die Zahl der Netlabels ist rasant gestiegen und während die einen die Chance sehen, ein bisschen Geld zu verdienen, veröffentlichen andere ein Release nach dem anderen, mit mehr oder weniger guter Qualität.

Aber wenn man genau hinschaut, dann findet man sie noch: Die letzten Pioniere die weiterhin Ihr Ding machen und Ihrer Vision von vor 10 Jahren treu geblieben sind. Dazu zählt meiner Meinung nach auch Musicartistry.

Welche Mission verfolgt Euer Netlabel?

Im Moment habe ich die Mission, dass das Netlabel erhalten bleibt. :) Nach mittlerweile 8 Jahren kommt auch eine gewisse Müdigkeit oder besser gesagt das Verschieben von Prioritäten auf.

Aber ich bin guter Dinge das es mit Musicartistry weitergehen wird!

Welches besondere Erlebnis oder Ereignis verbindest Du mit Deinem Netlabel?

Meistens sind es so Dinge, wie dieses Interview, zu welchem man eingeladen wird. Natürlich bleibt auch das “Verpflichten” von interessanten, vielleicht populären Acts in Erinnerung oder wenn Musicartistry Tracks irgendwo im Radio liefen. Aber auch negative Sachen wie z.B. das Einsenden von Demo-Tracks, die der Künstler gar nicht selber produziert, sondern irgendwoher geklaut hat, bleiben hängen.

Wo seht ihr das Netlabel in der Zukunft?

Ich möchte wie gesagt gerne das Netlabel am Leben erhalten und weiter betreiben. Wir werden also weiterhin Releases veröffentlichen, wenn auch nicht mehr mit so einer hohen Schlagzahl, wie das vielleicht noch vor ein paar Jahren der Fall war.

Webdesign-Geschichte von Music Artistry

Interview // Netlabel // Musicartistry

Version 3 von Music Artistry

Interview // Netlabel // Musicartistry

Version 3 von Music Artistry

Interview // Netlabel // Musicartistry

Version 3 von Music Artistry

Interview // Netlabel // Musicartistry

Version 4 von Music Artistry

Und so sieht die Website heute aus: www.musicartistry.de

Harte Fakten
Netlabel: Musicartistry Recordings
Gegründet: 9. Oktober 2002
Releases: Katalognummer 55
Künstler: 25 (inklusive verschiedener Projekte von ein und demselben Künstler)
Musikformat(e): MP3 (320kb), OGG (über archive.org)
Gründer: Michael Renk
Musikstyle: Eletronic (8-Bit, Ambient, Downbeat, Drum'n Bass, Dub, Electro, House, Minimal, Reggae, Techno und mehr)
URL: www.musicartistry.de
Stand: 16. September 2010

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Interview // Netlabel // Musicartistry

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Release-Seite
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Über den Autor

Moritz »mo.« Sauer Dieser Artikel wurde am von geschrieben. Moritz »mo.« Sauer ist Journalist, Dozent, Coach und Webdesigner. Als Internetexperte schreibt der Kölner Buchautor nicht nur Bücher für O'Reilly, sondern berät und coacht Unternehmen im Bereich Online-Publishing und Social Media.

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