Damit ein Projekt im Internet erfolgreich agiert und funktioniert, muss ein einheitlicher Auftritt gewährleistet sein. Eine Corporate Identity hilft dem Projekt, dass Besucher und Nutzer es auf sämtlichen Plattformen von sozialen Netzwerken bis hin zur Website wiedererkennen. Darum benötigt jedes Projekt einen Leitlinie mit festgelegten Merkmalen. Ich nenne es den digitalen Werkzeugkasten.

Der digitale Werkzeugkasten hilft bei der optimalen Vermarktung und dient gleichzeitig allen Beteiligten einen einheitlichen Auftritt und eine gezielte Kommunikation zu ermöglichen. Nutzt man den digitalen Werkzeugkasten korrekt, spart er unter anderem Zeit und vereinfacht die Kommunikation. Denn mit dem digitalen Werkzeugkasten erzeugt man einen Ort (auf der Festplatte oder in der Cloud), in welchem alle wichtigen festgelegten Bestandteile des Projektes sortiert vorliegen. Dazu gehören z.B. Keywords für die Suchmaschinenoptimierung, Fotos für Medien oder ein Slogan. Im Weiteren stelle ich die Elemente des digitalen Werkzeugkastens für die Selbstvermarktung vor.

Inhalte des digitalen Werkzeugkastens

In die digitale Werkzeugkiste eines Corporate Identity gehören mehrere Dinge:

  • Titel für das Projekt

  • Logo

  • Kurzbeschreibung

  • Keywords

  • Slogan

  • Farbpalette

  • Bildmaterial

  • Typografie – Schriftart/Font

  • Audiosignatur

Die Summe dieser Bestandteile nennt man auch Brand Assets (Merkmale eines Brands). Zahlreiche Firmen veröffentlichen Ihre Brand Assets direkt im Web samt Anleitung was man mit den Brand Assets anfangen darf und was nicht.

Titel des Projektes

Der Titel eines Projektes sollte im besten Fall verständlich sein, wenn möglich bereits ein oder mehrere wichtige Keywords für die Suchmaschinenoptimierung nutzen und für den Nutzer, Suchenden verständlich sein. Das ist bei bereits existierenden Projekten und Produkten natürlich schwierig. Generell sollte der Titel/Produktname leicht zu merken und zu schreiben sein, damit Suchende das Projekt/Produkt schnell finden.

Logos und Farben brennen sich beim Leser ein und sollten nicht im Laufe der Zeit zu stark verändert werden. Die Farben des Logos sollte so zusammengestellt werden, dass das Logo auch in schwarz/weiß "funktioniert", also gut und eindeutig zu erkennen ist.

Es gibt Bild-Logos, Wort-Bild-Logos und Wort-Logos.

Wichtig für ein Logo ist, dass es…

  • …auch in schwarz-weiss funktioniert (z.B. als Briefkopf).

  • …die einheitlich ausgesuchten Farben nutzt.

  • …auch verkleinert gut lesbar bzw. erkennbar ist.

  • …auch als quadratisches Avatar-Bild funktioniert oder eine Extra-Version dafür gibt.

Kurzbeschreibung

  • Kurzbeschreibung beschreibt das Produkt, Idee, Firma in mehreren Ausführungen

    • 150 Zeichen für Suchmaschinen

    • mittlere Länge

    • ausführliche Version

Keywords, Schlagwörter, Suchwörter, Tags

Schlagwörter sind Suchwörter. Nutzt man Schlagwörter wiederholt und einheitlich aufeinander abgestimmt, ermöglicht die Keyword-Strategie das Projekt/Produkt besser in Suchmaschinen zu vermarkten und womöglich auch beim Besucher/Nutzer zu »branden«. Festgelegte Suchwörter (Keywords, Tags) sollten einheitlich genutzt werden in Texte der Website › Suchmaschinenoptimierung

  • Beispiel: Inhalation, inhalieren, Vernebler, vernebeln, COPD

  • Beispiel: Streetart, Pixelart, Space Invader, Paris, Mosaik, Urban Art

Slogan

Der Slogan greift bei etablierten Projekten/Produkten oft das Lebensgefühl auf, welches es transportieren will:

  • Allianz – Hoffentlich Allianz versichert.

  • Red Bull – Red Bull verleiht Flügel.

  • Coca-Cola – Mach dir Freude auf

  • MC Donalds – Ich liebe es.

Das gleiche Prinzip lässt sich nicht so leicht auf neue Produkte übertragen, da sie neu sind und oft nicht so massiv, wie z.B. von Coca-Cola oder Red Bull beworben werden. Bei neuen Projekten/Produkten hilft es, das Projekt/Produkt so kurz wie möglich als Mini-Beschreibung auf den Punkt zu bringen. Der Slogan wird auf Websites wie z.B. Blogs dann auch prominent neben dem Logo angezeigt. Als »Slogan« kann man auch Keywords nutzen, die das Projekt/Produkt beschreiben.

  • Beispiel: Spezialisten für effektive Inhalation

  • Beispiel: Illustrationen, Grafik, Design (Köln)

Farbpalette

Farben spielen eine wichtige Rolle bei der Wiedererkennung einer Marke. Eine ausgewogene Farbpalette mit festgelegten Farben (als Farbwerte in RGB und CMYK) muss für das Projekt festgelegt werden. Ratsam ist dabei eine Anzahl von ca. vier Farben oder – wenn das Produkt/Projekt größer ist – eine Farbpalette zu entwerfen, die die Unterprojekte unterteilt. So nutzt BBC.com für seine Themenbereiche wie News, Sport oder z.B. Weather verschiedene Farbpaletten.

Thema Farben (Werkzeuge, Ideen, Techniken) › http://magazin.phlow.de/farben/

Bildmaterial – Fotos, Logo, Illustrationen

Die Presse, Blogger und für Social Media benötigt man Bildmaterial. Dieses sollte für das Projekt erstellt werden und am Besten für jeden kostenfrei zur Verfügung stehen. Um Irritationen vorzubeugen, versieht man die Bilder-Downloads am Besten mit Copyright-Hinweisen und erklärt wie das Bildmaterial verwendet werden darf und wie nicht.

Schriftart/Font

Am Besten wählt man eine Schrift für den Fließtext. Der Fließtext, auch Lauftext, ist ein fortlaufender, durchgängiger Text. Weiterhin kann eine markantere Schrift für Überschriften (Headline Font) ausgewählt werden. Beide Schriften sollten miteinander harmonieren. Sollte im Logo Schrift vorkommen, ist es ratsam die festgelegten Schriften auch im Logo zu verwenden.

Sound Trademark & Sound Branding (Akustische Markenführung)

»A sound trademark is a trademark where sound is used to perform the trademark function of uniquely identifying the commercial origin of products or services.« [4]
— Wikipedia

Akustische Markenführung (auch: Audio Branding, Sound Branding, Sonic Branding oder Acoustic Branding) ist der deutsche Überbegriff für Prozesse, bei denen hörbare Bestandteile von Marken oder komplette hörbare Marken entwickelt und genutzt werden.