WordPress.com Plattform

WordPress ist ein Redaktionssystem, mit dem Sie eine Website aufbauen und betreuen können. Dazu müssen Sie keine Programmiersprache lernen oder sich mit HTML auskennen. Sie können sich ganz auf Ihre Inhalte wie Texte, Bilder und Medien konzentrieren – den Rest übernimmt das Redaktions-system für Sie.

WordPress LogoUrsprünglich für den Betrieb eines Blogs entworfen, hat sich WordPress in den letzten Jahren zu einem Allroundtalent für die Betreuung von Websites gemausert. WordPress pulsiert heute hinter großen Magazin-Websites wie z.B. Mashable.com oder Vogue India. SylvesterStallone.com nutzt es genauso wie Beyonce.com, KattyPerry.com und UsainBolt.com. Große Medien-Websites wie blogs.faz.net betreuen ihre Blogs mit WordPress, und auch Blogs großer Unternehmen wie Google Ventures, www.gv.com, oder Getty Images, blog.gettyimages.com, laufen auf Basis des Redaktionssystems. Mehr Zahlen bzw. Statistiken bietet WordPress.org/about/stats/ .

Ein Grund für den Erfolg von WordPress ist, dass Sie es kostenlos nutzen können und von seinem offenen Quellcode profitieren. Diesen dürfen Sie verändern, um beispielsweise die Optik Ihres Blogs an eine bestehende Website anzupassen, sodass sich das eine hervorragend in das andere einfügt. Mit anderen Worten: Sie können WordPress ganz nach Ihren eigenen Vorstellungen einsetzen. Ob Blog oder Unternehmens-Website, ob kleine Image-Website oder Magazin, die Möglichkeiten für den Einsatz sind vielfältig dank eines äußerst flexiblen und offenen Systems.

WordPress.com oder eine eigene Installation?

Es gibt zwei Möglichkeiten, WordPress zu nutzen: Entweder Sie legen ein kostenloses Konto auf der Plattform http://www.wordpress.com an und stellen dort Ihren Webauftritt zusammen, oder Sie mieten sich eigenen Webspace und eine individuelle Internetadresse (URL) bei einem Webhoster, um das System selbst zu installieren und zu betreuen.

Mittlerweile greifen Ihnen viele großen Webhoster bei einer Installation von WordPress auch mit einer „Ein-Klick-Installation“ unter die Arme (siehe Anleitung im Tipp). Oder Webhoster bieten Ihnen direkt ein vorinstalliertes Paket an, wie z.B. bei HostEurope. Das kostet zwar etwas mehr, aber Sie müssen sich nicht mit Techniken wie einem FTP-Programm und der Anbindung an eine Datenbank auseinandersetzen. Generell hängt die Installation also davon ab, ob und wieviel Zeit Sie haben und wie geduldig Sie sind, neue Techniken zu lernen. Eigentlich sollte Ihnen die Installation ohne viel technisches Know-how gelingen.

Damit Sie sich aber für das zu Ihnen passende Paket entscheiden, werfen wir zunächst aber noch einen Blick auf die Unterschiede zwischen einem Konto bei WordPress.com und einer selbst gehosteten Website. Auf dieser Basis können Sie dann entscheiden, welche Lösung für Ihr Webprojekt die richtige ist.

Wie funktioniert ein Redaktionssystem?

Ein Redaktionssystem besteht aus zwei Bereichen: dem Frontend und dem Backend. Das Frontend ist der Bereich, den jeder Besucher sehen kann – die eigentliche Website. Das Backend ist der passwortgeschützte Bereich, über den Sie die Website verwalten. Um Inhalte über das Backend einzugeben, hochzuladen und zu veröffentlichen, müssen Sie sich zuerst mit einem Benutzernamen und einem Passwort anmelden, wie Sie es von Facebook, Google Mail usw. kennen.

Ruft ein Besucher eine Webseite im Browser auf, wird die Internetadresse der Webseite an das Redaktionssystem übergeben. WordPress »schaut« daraufhin in die Datenbank, um festzustellen, welche Inhalte mit der Internetadresse verknüpft sind. Gibt es Inhalte unter der Internetadresse, baut das Redaktionssystem die Webseite zusammen, indem es die dazu nötigen Informationen aus der Datenbank zieht. Die fertige Webseite schickt der Server dann an den Browser des Besuchers. Diese dynamische Ausgabe der Website übernimmt das sogenannte Frontend.

Die Vorzüge von WordPress.com

Wenn Sie WordPress als Plattform kennenlernen oder z. B. für ein kleines Non-Profit-Projekt benutzen wollen, ist für Sie WordPress.com der ideale Ort. Denn einerseits dürfen Sie mit einem WordPress.com-Konto mehrere Blogs anlegen und verwalten, und andererseits können Sie ein Projekt auch einfach ruhen lassen, ohne es löschen zu müssen. Schließlich fallen keine Kosten an. Weitere Vorteile von WordPress.com sind:

  • Sie benötigen keinerlei technische Kenntnisse, um mit WordPress.com sofort loszulegen. Der Umgang mit einem FTP-Programm samt Installation entfällt vollkommen.

  • Es fallen keinerlei Kosten für Webspace und Webhosting für Sie an.

  • Zahlreiche für WordPress.com installierte Plugins wie das Kontaktformular, ein Antispam-Plugin oder Erweiterungen zum Einbinden von Google-Karten, Video- und Audiodateien sind bereits installiert.

  • Die Sicherung Ihrer Daten übernimmt der professionelle Service von WordPress.com.

  • Aktualisierungen von Erweiterungen und neuen Versionen von WordPress entfallen.

  • Auch wenn es sich die Betreiber von WordPress.com vorbehalten, auf Ihrer Website Werbung zu schalten, wurden in den letzten Jahren kaum Werbebanner auf der Website gesichtet. Werbung können Sie gegen einen Obulus komplett entfernen.

  • Dank der Exportfunktion ermöglicht WordPress.com Ihnen jederzeit den Umzug auf ein selbst gehostetes WordPress-System.

Mindestens sieben Gründe für die Installation auf eigenem Webspace

Obwohl eine bei WordPress.com gehostete Website bzw. ein Blog viele Vorteile bietet, gibt es auch gewichtige Nachteile. Die folgenden Beschränkungen sollten Sie sich bewusst machen:

  • Die Internetadresse hat immer die Struktur ihr-domainname.wordpress.com. Domains mit einer .de-Endung sind nur über technische Hürden möglich.

  • Die Auswahl an Designs ist limitiert. 258 kostenlose Designs auf WordPress.com stehen 2.677 kostenlosen Designs auf WordPress.org gegenüber.

  • Erweiterungen können nicht hochgeladen und aktiviert werden. Wenn Sie auf eine eigene Installation setzen, stehen Ihnen derzeit 33.135 Erweiterungen auf WordPress.org zur Verfügung.

  • Sie haben nur eine begrenzte Kontrolle über Ihre Inhalte. Mit Ihrer WordPress.com-Website dürfen Sie kein Geld verdienen und z. B. keine Werbung schalten.

  • Es gibt keinen FTP-Zugang zu den hochgeladenen Dateien.

  • Der Zugang zur Datenbank ist nicht möglich. Sie können Ihre Beiträge, Seiten und Kommentare lediglich als Textdatei exportieren und herunterladen.

  • E-Mail-Adressen in Form von name@ihredomain.de sind nicht möglich.

Wer nutzt WordPress?

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