Es gibt zahlreiche Zahlen zur Internetnutzung. Viele Untersuchungen veröffentlichen Telekommunikationskonzerne, Technologiekonzerne oder Interessensgemeinschaften, wie z.B. die Bitkom (deutsche Internetwirtschaft) [1]. Darum sollte man immer ein waches Auge auf die Herkunft der Studien, Statistiken und Berichte haben, um nicht dem Lobbyismus der Konzerne zuzuarbeiten.

Es gibt aber auch »unabhängigere« Quellen, wie z.B. die jährlich aktualisierte ARD/ZDF-Onlinestudie [2] oder Reuters/Oxford Digital Report for 2017. Generell sollte man sich konsequent bei der Auseinandersetzung mit Zahlen und Fakten an den Leitsatz halten: Glaube keine Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.

Aktuelle Studien rund um die Themen Social Media und Internetnutzung liste ich im Anhang auf.

Gesammelte Fakten zur Mediennutzung

  • »Common Sense Media, a nonprofit organization ›dedicated to helping kids thrive in a world of media and technology‹ estimates that 93% of 6- to 12-year-olds in the U.S. have access to tablets and smartphones, and 68% have a device of their own.«[3]

Statistiken und Studien zur Internetnutzung

ARD/ZDF-Onlinestudie 2017

  • Im Jahr 2017 sind 62,4 Millionen der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren Internetnutzer. Das entspricht einem Anteil von 90 Prozent.

  • Der deutliche Anstieg um 4,4 Millionen gegenüber dem Vorjahr ist zu einem Teil auf die geänderte Abfrage zurückzuführen. 72 Prozent der ab 14-Jährigen, respektive 50 Millionen Personen nutzen das Internet täglich.

  • Die Nutzungsdauer des Internets beträgt durchschnittlich 149 Minuten täglich, also knapp zweieinhalb Stunden. Das sind 21 Minuten mehr als im letzten Jahr.

  • 14- bis 29-Jährige nutzen das Internet mehr als viereinhalb Stunden pro Tag, 30- bis 49-Jährige rund drei Stunden.

  • Vor allem die Video-Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime und Maxdome sind in einem Jahr um 11 Prozentpunkte auf 23 Prozent angestiegen sind.

  • Musik-Streamingdienste legen von 2016 auf 2017 um 9 Prozentpunkte zu und werden nun von 19 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung mindestens einmal in der Woche genutzt.

  • Gleichzeitig hat auch das Hören von Radio-Livestreams im Internet eine ansteigende Tendenz: 14 Prozent, das entspricht einem Plus von 2 Punkten.

  • Lag die tägliche Unterwegsnutzung des Internets 2015 noch bei 18 Prozent, so liegt sie 2017 bei 30 Prozent, gegenüber dem Vorjahr kamen noch einmal 2 Prozentpunkte hinzu.

  • Bei Facebook ist eine Stagnation in der Reichweite zu verzeichnen. 2017 wird Facebook von 33 Prozent der Deutschen mindestens einmal in der Woche und von 21 Prozent täglich aufgesucht, 2016 waren es 34 und 22 Prozent.

  • WhatsApp steigert seine Reichweite kontinuierlich: im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozentpunkte auf 64 Prozent Nutzung mindestens einmal pro Woche und 55 Prozent täglich.

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Nachrichtennutzung laut Reuters Institute Digital News Survey

Die folgenden Informationen entstammen dem www.digitalnewsreport.org, den das Reuters Institute for the Study of Journalism jährlich herausgibt. Zu den Sponsoren gehört Google, BBC News und Universitäten, wie die University of Oxford.

  • Download: Digital News Report 2017

  • Übersicht und wichtige Ergebnisse des Berichts 2017

  • Das Wachstum von Social Media für Nachrichten flacht in einigen Märkten, da Messaging-Apps, die (a) eher privat sind und (b) dazu tendieren, Inhalte algorithmisch zu filtern, immer beliebter werden.

  • Die Nutzung von WhatsApp für Nachrichten konkuriert mit Facebook in einer Reihe von Märkten, darunter Malaysia (51%), Brasilien (46%) und Spanien (32%).

  • Nur ein Viertel (24%) unserer Befragten ist der Meinung, dass soziale Medien einen guten Job bei der Trennung von Fakten und Fiktion leisten, verglichen mit 40% bei den Nachrichtenmedien.

  • Die mobile Nutzung marschiert weiter und übertrifft in immer mehr Ländern den Zugang von Nachrichten per Computer. Mobile Nachrichten-Benachrichtigungen sind im letzten Jahr deutlich gewachsen.

  • Smartphones sind jetzt genauso wichtig für Neuigkeiten im Haus wie draußen.

  • Mehr Menschen entdecken Nachrichten durch Algorithmen anstelle von Herausgebern.

Die folgenden Informationen stammen aus dem Digital News Report, der unter anderem von den folgenden Medien, Instituten und Organisationen unterstützt wird: the BBC, the Broadcasting Authority of Ireland, Ofcom, Edelman UK, Media Industry Research Foundation of Finland, Hans-Bredow-Institut at Hamburg University in Germany, the Korea Press Foundation, Laval University, The University of Navarra in Spain, Roskilde University in Denmark, the University of Canberra and the Fritt Ord Foundation in Norway.

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Entwicklungen zu Vertrauen und Abonnenten

statistik nytimes entwicklung abonnenten 2017

statistik trust in news 2017

Weitere aktuelle Social Media Studien und Statistiken

Noch mehr Studien und Untersuchungen liste ich unter https://phlow.de/social_media/studien/ auf.


1. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) ist der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche.